Johann Georg Mossig ist aus Arnsdorf in Böhmen
 um 1746 nach Fischamend eingewandert

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Arnsdorf um 1920
Sudetendeutsches Genealogisches Archiv SGA
Auskunft vom 22.09.1998 :
"Wir vermuten, daß der Lehrer Elias Mossig in Arnsdorf, Bezirk Aussig / Elbeland der Vater von Johann Georg Mossig ist."
Beitrag zur Heimatkunde von Emil Richter:
"Elias Mossig ist von 1693 - 1716 Schulmeister und Lehrer in Arnsdorf. Er hat mit seiner Frau Anna Elisabeth 10 Kinder, davon 5 Söhne. Er kam vermutlich, wie sein Vorgänger als Schulmeister, aus dem böhmischen "Niederland", wo der Name Mossig verbreitet ist. Elias Mossig starb als gewesener Schulmeister (ab 17.Nov.1716) und Kirchendiener von Seesitz im Jahre 1719 und ist auch dort begraben."
Im Lageplan um 1920, das alte Schulhaus mit Nr. 20
Beitrag zur Heimatkunde von Franz Wünsch:
"Arnsdorf ist um 1700 ein "Waldhufendorf" mit 18 Bauerwirtschaften, Lutheraner Kirche und Schule. Familien- und Flurnamen sind durchwegs deutsch. Die Gründung geht auf die Johanniter um 1200 zurück, erstmalige urkundliche Erwähnung 1352 anläßlich urkundlicher Erwähnung zur Verzeichnung des Papstzehents in Böhmen als - Arnolds Villa. Ab dem 15. Jahrhundert gehörte Arnsdorf zur Herrschaft Blankenstein-Priesznitz."
Austria Imperator
Sudetenland Nordböhmen
Unter der Herrschaft Kaiserin Maria Theresias herrschten in Wien glänzende Hoffeste, Literatur, Musik, Theater und Oper erlebten eine nie dagewesene Blüte. Gluck, Mozart und Haydn begründeten den Weltruhm der Wiener Musik. Man beschäftigte sich mit der Aufklärung und Humanität - es war eine Zeit des Lichtes.
In Böhmen jedoch herrschten Hungersnöte. Die Bauern revoltierten gegen die Grundherren. Die Belastungen durch steigende Zinsen und Steuern sowie Robotleistungen waren unmenschlich. Erst am 1.November 1781 wurde die Leibeigenschaft in Böhmen aufgehoben.
Zudem herrschte um 1742 der Erbfolgekrieg der Habsburger, Prag war kurzfristg von Franzosen besetzt. Unter diesen Umständen strömte die Bevölkerung aus dem Königreich Böhmen  zu tausenden in die Städte ab, bevorzugtes Ziel waren Wien und seine Umgebung. Man kann davon ausgehen, daß auch Johann Georg Mossig zu den Zuwanderern aus den verschiedenen Teilen der Monarchie gehörte.
Daß er sich in Fischamend niederließ war sicher kein Zufall, lag es doch an der Donau, sowie an der gut ausgebauten Straße von Wien nach Preßburg, der Hauptstadt und Krönungsstadt Mährens.
Um 1780 hatte der österreichische Staat folgende Einwohnerzahlen:
Böhmen 2,7 Millionen Einwohner
Mähren  1,5 Millionen Einwohner
Galizien 3,0 Millionen Einwohner
Niederösterreich 1,6 Millionen Einwohner
Ungarn 6,5 Millionen Einwohner
Siebenbürgen 1,5 Millionen Einwohner
Kroatien 1,3 Millionen Einwohner
die anderen Lande wie Tirol, Kärnten usw. 2,7  Millionen Einwohner
Gesamt also ca 20 Millionen Einwohner

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