Johann Georg Mossig ist aus Arnsdorf in Böhmen
 um 1746 nach Fischamend eingewandert

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Die Gemeinde Arnsdorf im Gerichtsbezirk Tetschen bestand aus dem Ort Arnsdorf und den Ortsteilen Arnshaide und Krümmerbaude (bzw. Krümmerwand). Arnsdorf liegt auf der Hochebene des „Zappenlandes” nordöstlich von Tetschen, welche steil vom Dürrkamnitzbachtal unterbrochen wird. Das Gemeindegebiet umfasste 558 ha Fläche und bestand zur Hälfte aus Waldboden und zu 40 % aus landwirtschaftlichen Flächen, meist mittelschwere Lehm-Lößböden und teilweise auch Sandböden. Bis 1945 blieb Arnsdorf ein Bauerndorf ohne eigene Industrie, wobei der Anteil der von Land- und Forstwirtschaft lebenden Einwohner nur rund 15 % betrug. Auf die industriellen und handwerklichen Berufe entfielen über 45 % und auf Handel und Verkehr über 20 %.
Die Pfarrei Maria Himmelfahrt in Arnsdorf wurde nach dem Catalogus Cleri der Diözese Leitmeritz im Jahre 1240 gegründet und gehört damit zu den ältesten Pfarreien des Kreises. Die Kirchenbücher sind seit 1785 erhalten. Die älteren Matriken und das seit 1562 bestehende Pfarrarchiv sind beim großen Brand von 1906 vernichtet worden. Arnsdorf ist eine deutsche Rodungssiedlung des frühen 13. Jahrhunderts und hatte seit Anbeginn ein Erbgericht, was aus dem Vorhandensein einer Dorfruge von 1543 hervorgeht. Der Name geht auf den Taufnamen Arnold zurück, wie die lateinische Nennung von 1352 „Arnoldi villa” zeigt. Arnold dürfte der Lokator (der Gründer) des Ortes gewesen sein.
Als früheste genannte Familiennamen sind für Arnsdorf bis zum Ende des 16. Jahrhunderts überliefert: Pechlerner (bis 1570), Beutel, Dietrich bzw. Dittrich, Fiedler, Gaudernack, Stelzig und Weigel. In der Steuerrolle von 1654 sind elf Bauern, zwei Gärtner und 23 Häusler auf Gemeindegrund angeführt. Es standen somit 36 Häuser. Die Bauern trugen die Namen Seidl, Beutel, Weigl, Peh und Stolz, die Gärtner hießen Gaudernack und Stelzig. Von den 23 Häuslern trugen 13 die Namen Stelzig, Teufel (tschechisch übersetzt „Cziert”), Gaudernack und Seidel. 1713 lebten in Arnsdorf 13 Wirte und 18 Häusler, somit hatte der Ort 31 Häuser. 1787 gab es 67 Hausnummern und 1833 105 Häuser mit 619 Einwohnern, wovon drei Häuser auf den neu entstandenen Ortsteil Arnsheide entfielen. 1843 wurde Arnsdorf zur Marktgemeinde (mit dem Recht zur Abhaltung von drei Märkten) erhoben. Bei den Volkszählungen von 1869 und 1890 hatte der Ort 835 bzw. 822 deutsche Einwohner. 1906 wurden bei einem Großbrand zahlreiche Häuser sowie die Kirche und die Pfarrei samt Pfarrarchiv vernichtet.
Meierhof Arnsdorf und Arnsheide
1614 war auf den nordwestlich von Arnsdorf gelegenen Feldern des ehemaligen Erbgerichtes ein kleiner Meierhof gebildet worden. Nach seiner Auflösung im Jahre 1796 entstand dort der Weiler Arnsheide (auch Arnshaide geschrieben), der 1833 drei Häuser mit 16 Bewohnern hatte und sich bis 1945 nicht wesentlich vergrößerte.
Die häufigsten Familiennamen waren 1933 Beutel, Weigel, Fiedler, Dietrich, Fischer, Keßler, Gaudernack, Hegenbart, Guth, Seidel, Kleinpeter, Richter, Schöbitz, Dinnebier, Hanke und Stelzig.
Die tschechische Gemeinde Arnoltice (= Arnsdorf) hatte 1961 noch 898 Bewohner. 2006 lebten 224 Einwohner in der Gemeinde.
Text und Bilder von http://www.heimatfreunde-aussig.de/hilfsverein/arnsdorf.htm

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