k.u.k. Linienschiffsleutnant und Marineattache
Theobald Josef Rosa v. Mossig
Ein Leben für die k.u.k. Marine
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Seekadett R.v. Mossig
Seekadett v. Theobald Mossig
aufgenommen um 1890
Am 29.Juni 1890 als Seekadett II.Klasse aus der Marineakademie in Fiume, heutiges Rijeka, ausgemustert. Die hauptsächlichen Dienstverwendungen waren, 
1890-1891 transozeanische Missionsreise 
auf der Korvette "Saida", 
dann Korvette "Erzherzog Friedrich", 
1891-1893 auf den Schlachtschiffen 
"Kronprinzessin Erzherzogin Stephanie" 
und "Kronprinz Erzherzog Rudolf"
1894 auf dem Raddampfer "Taurus" in Konstantinopel, 
1895-1896 Instr.Off. auf dem kurz vorher in Dienst 
gestellten, schnellen  Kreuzer "Novara", 
zugeordnet dem k.u.k. Zentralkriegshafen 
und Flottenbasis Pola.
Schlachtschiff Erzherzogklasse
Die Schlachtschiffe waren die größten Kampfeinheiten, 
die damals die See befuhren. 
Die "Kronprinz Erzherzog Rudolf" mit einer Länge von 90m, 
einer Breite von 19m und einer Verdrängung von 6940 t, 
war um 1895 das drittgrößte Schlachtschiff der 
k.u.k. Flotte Österreich-Ungarn. 1887 erbaut, 
hatte es 3 Krupp-Kanonen mit 30,5 cm, 
6 Kanonen mit 12cm, 2 leichte Geschütze 
und 11 Schnellfeuergeschütze. 
An der Gürtellinie war die "Kronprinz Erzherzog Rudolf
mit 305 mm dicken Stahlplatten gepanzert.
Leutnant R.v. Mossig
Leutnant v. Theobald Mossig
aufgenommen um  1899
in memoriam
von Linienschiffskapitän Bruno Dittrich, 1935 
"Den Tageszeitungen haben wir die betrübliche Kunde entnommen, daß am 16. September in Bilbao, Spanien, Herr Linienschiffsleutnant a.D. Theobald Ritter von Mossig den Folgen einer Grippe erlegen ist. Der Verewigte wurde in Agram als Sohn eines Feldmarschalleutnants geboren und am 29.Juni 1890 als Seekadett in Fiume ausgemustert. Seine hauptsächlichen Verwendungen... (siehe oben) ....Am 1. Juni 1896 wurde er als invalid in den Ruhestand, am 1.Juli 1900 in das Verhältnis außer Dienst versetzt. - Bald nach seiner Pensionierung- wir verdanken eine Fülle der Details der Güte des Herren Generalmajors d.R. Lelio Grafen Spannocchi - unternahm er große Reisen, vielfach zu Fuß oder zu Pferd, in aller Herren Länder, mit Vorliebe jedoch in weit entlegene, zum Teil noch unerforschte Gebiete. Als der Weltkrieg ausbrach befand er sich gerade in der brasilianischen Wildnis und machte sich sofort nach Europa auf, um sich dem Kriegsministerium, Marinesektion, zur Verfügung zu stellen. Während der Überfahrt von den Engländern festgenommen, gelang es ihm später, sich zu befreien und nach Europa durchzuschlagen. Etwa im Frühjahr 1915 meldete er sich bei der k.u.k. Botschaft in Madrid, vom Heere zur Dienstleistung einberufen und dem Marineattache für Schiffahrtsangelegenheiten zugeteilt. Seine damalige höchst ersprießliche Wirksamkeit wurde vom Botschafter Karl Emil Prinzen v. Fürstenberg besonders anerkannt. Der Zusammenbruch traf ihn schwer; es widerstrebte ihm, in sein zertrümmertes Vaterland zurückzukehren...... 
Er verfaßte vor und nach dem Krieg einige Bücher (1) über die internationale Volkswirtschaft und der Rückwirkungen auf die Völker. Diese trugen den Stempel schwärzesten Pessimismus, gar manches hatte er jedoch vorausgesagt......... Ehre seinem Angedenken !" 

(1) unter anderem
" Die Staatenentwicklung als Produkt von Überfluss und Mangel" . Die Außenverkehrsbilanzen als Erkenntnisquelle für den biologischen Zusammenhang im Existenzkampfe der Staaten. 
WIEN und LEIPZIG, Volkswirtschaftlicher Verlag Alexander Dorn, 1912
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